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Dekarbonisierungsoptionen für die Sächsische Wirtschaft

Untersuchung zum Stand der Dekarbonisierung in ausgewählten Schlüsselbranchen der sächsischen Wirtschaft

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Cover Dekarbonisierungsstudie

Cover Dekarbonisierungsstudie
Herausgeber
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
Artikeldetails
Ausgabe: 1. Auflage
Redaktionsschluss: 16.02.2026
Seitenanzahl: 176 Seiten
Pub Type: Broschüre
Format: unbekannt
Sprache: deutsch
Autoren
Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH Projektleitung Hannes Kracht (FfE) Dr. Andrej Guminski (FfE Projektpartner : Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e. V. An-Institut der Universität Greifswald

Dieser Artikel ist nur elektronisch als PDF verfügbar. Es sind keine Druckexemplare vorhanden.

Beschreibung

Die Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaftsweise stellt Unternehmen, Politik und Gesellschaft gleichermaßen vor tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Diese Belastungen treten in einer Phase auf, in der die Industrie ohnehin unter starkem Druck steht. Aktuelle Insolvenzen und Standortschließungen – auch in energieintensiven Branchen – verdeutlichen die angespannte Lage der sächsischen Wirtschaft. Hinzu kommen hochdynamische geopolitische Veränderungen, steigende Energieprei-se sowie Unsicherheiten bei Rohstoff- und Lieferketten, die die Transformationsaufgabe zusätzlich verschärfen.
Der vorliegende Abschlussbericht ist das Ergebnis einer über zwei Jahre durchgeführten Untersuchung der sächsischen Wirtschaft. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie mittelständisch geprägte Wert-
schöpfungsstrukturen konkret auf dem Weg zur Dekarbonisierung unterstützt werden können. Der Übergang zu klimaneutralen Produktions- und Geschäftsmodellen erfordert eine realistische Einordnung technologischer Optionen, eine klare Bewertung wirtschaftlicher Auswirkungen und ein präzises Verständnis der jeweiligen branchenspezifischen Gegebenheiten.
Im Rahmen der Untersuchung wurden zahlreiche Unternehmen befragt. Weiterhin wurde eine vertiefende wissenschaftliche Studie an die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. in München vergeben. Diese analysiert für 19 ausgewählte sächsische Wirtschaftszweige sowie das Handwerk den aktuellen Stand der am Markt verfügbaren Dekarbonisierungstechnologien. Betrachtet werden sowohl die techni-sche Reife als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Wechselwirkungen zwischen Technologieeinsatz, Energiebedarf und Kostenentwicklung.
Darüber hinaus untersucht die Studie die technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die in der vorgelagerten Energieinfrastruktur zu erfüllen sind. Dazu zählen insbesondere die Strom- und Gasverteilnetze sowie die Erzeugungsebene. Ziel ist es, die Voraussetzungen zu identifizieren, unter denen CO₂-freie Energieträger in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitgestellt werden können, um den Fortbestand bestehender Geschäftsmodelle zumindest mit einer realistischen Wahrscheinlichkeit zu ermöglichen.
Zentrales Ergebnis der Untersuchung sind 13 branchenspezifische Steckbriefe. Diese wurden gemein-sam mit den sächsischen Kammern und den relevanten Dachverbänden ausgewählt. Drei Steckbriefe beziehen sich auf das Handwerk, zehn auf unterschiedliche Industrie- und Wirtschaftszweige.
Mit dem vorliegenden Bericht erhalten Unternehmen, Handwerksbetriebe und Netzbetreiber eine fundierte fachliche Grundlage.
Mit dieser fachlichen Grundlage soll der Bericht dazu beitragen, Unsicherheiten zu reduzieren und Entscheidungsprozesse im Transformationsgeschehen zu unterstützen. Die Ergebnisse bieten Unternehmen Orientierung, schaffen Transparenz über technologische und wirtschaftliche Optionen und können als Basis für individuelle Strategien, betriebliche Roadmaps und politische Steuerungsinstrumente dienen. Damit bildet die Studie nicht nur ein analytisches Fundament, sondern auch ein praxisnahes Werkzeug zur weiteren Ausgestaltung der Dekarbonisierung in Sachsen.

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