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Altersdatierung und Denitrifikation an Grundwassermessstellen

Schriftenreihe des LfULG, Heft 11/2022

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Altersdatierung und Denitrifikation an Grundwassermessstellen

Altersdatierung und Denitrifikation an Grundwassermessstellen
Herausgeber
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Artikeldetails
Ausgabe: 1. Auflage
Redaktionsschluss: 22.12.2021
Seitenanzahl: 64 Seiten
Publikationsart: Schriftenreihe
Format: A4
Sprache: deutsch
Barrierefrei: ja
Autoren
Jakob Rößger, Heiko Ihling, Stefan Geyer

Dieser Artikel ist nur elektronisch als PDF verfügbar. Es sind keine Druckexemplare vorhanden.

Beschreibung

Die Schriftenreihe „Altersdatierung und Denitrifikation an Grundwassermessstellen“ informiert über die Auswertung der im Zeitraum von 2019 bis 2020 gewonnenen Stickstoffexzessdaten mittels N2-Ar-Methode, Tritium-Helium-Altersdaten im Grundwasser und hydrochemischen Messreihen.
Die Auswertung dient dazu, die Evaluierung der Denitrifikationspotenziale in den Grundwasserleitern ausgewählter staatlicher Grundwassermessstellen unter dem Gesichtspunkt der vorherrschenden Nitratbelastungssituation im Grundwasser zu forcieren.

Bei der Identifikation der Denitrifikationsprozesse war der dominierende Prozess in den Grundwasser-messstellen die autotrophe (chemolithotrophe) Denitrifikation.
Durch Kombination der hydrochemischen Bewertung mittels Redoxpotenzial und Sauerstoffgehalt im Einklang mit den Stickstoffexcessdaten der N2-Ar-Methode wurden nur in 60 % der Grundwassermessstellen ein mittleres bis geringes gesichertes Denitrifikationspotenzial bestimmt, welche jedoch außerhalb der Nitratimmissionsflächen (Nitratkonzentration > 50 mg/l) liegen.
Zudem wies nur ca. ein Viertel der Grundwassermessstellen ein hohes Denitrifikationspotenzial auf. Diese liegen jedoch alle außerhalb der nitratbelasteten Gebiete der Nitratimmissionskulisse von 2021 des Freistaates Sachsen.
Die räumliche Interpretation des untersuchten Datenbestandes ergab für die Landnutzungsform Ackerland die höchsten Nitratkonzentrationen und Denitrifikationsraten. Zudem konnte ein hoher Stickstoffexzess in den Bodentypen Braunerde und Kolluvisol identifiziert werden.

Die Veröffentlichung richtet sich an Fach- und Vollzugsbehörden, an das interessierte Fachpersonal der Wasserversorgungsunternehmen sowie an Ingenieurbüros, die mit der Planung und Durchführung von Altersdatierungen im Grundwasser und der Bestimmung des Denitrifikationspotenzials im Grundwasserleiter betraut sind.